Kolumne 65

Gerade ist auch meine neue Preußen-Kolumne aus westline erschienen, nachzulesen genau hier. Wer aber hier mitliest, wird dort nicht allzuviel neues erfahren, weil es im wesentlichen um das Spiel in Burghausen geht, das ich ja am Sonntag schon ausgiebig hier im Blog bearbeitet habe. Aber ich wollte doch drauf hinweisen.

 

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Reisewoche 3 – Wacker gegen Preußen

Mitten in der Reisewoche lag der ursprüngliche Grund der Reise: Das Drittligaspiel des SV Wacker Burghausen gegen den SC Preußen Münster. Wacker hat ja auch schon Zweite Liga gespielt und ist immer noch Aufstiegsanwärter, während Preußen als Aufsteiger ja zwischenzeitlich arg zurückgefallen war, vor diesem Spiel aber schon einen recht komfortbalen Vorpsrung auf die Abstiegsplätze hatte – wieder, muß man sagen, denn vor dem Trainerwechsel war es ja schon einmal mehr. Aber darauf will ich jetzt gar nicht rumreiten. Ich hatte mir vom Spiel in Burghausen punktemäßig wenig erwartet, zumal Preußens Defensive größtenteils gesperrt oder verletzt war. Zudem hatte Babelsberg am Vortag schon verloren, so daß selbst eine Niederlage zumindest keine Verschlechterung der Situation bedeuten würde.

Ich kam im Regen am Stadion an und ging nicht zum Gästeblock, sondern zur Haupttribüne, wo es Sitze unterm Dach gibt. An der Kasse traf ich wiederum weitere Preußenfans, ein Pärchen in diesem Fall, mit denen ich mich dann zusammentat. Wir erhielten Plätze ganz rechts außen auf der Tribüne, aber dennoch im Trockenen. Es fiel auf, daß es ganz links an der Tribüne eine Regenschutzwand gab, rechts aber nicht. Offenbar kennen die Burghausener ihren Wind, denn der Regen kam auch von links (also von Westen, die Haupttribüne war die Südtribüne). Ansonsten waren im unüberdachten Gästeblocks (Ost) die Ultras singenderweise zugange, gegenüber befand sich eine niedrige (und ebenfalls überdachte) Stehtribüne, und die westliche Hintertortribüne wurde von den eingefleischten Heimfans eingenommen, die aber selten bis zu uns hörbar waren.

Gästeblock

Ultras im Gästeblock in Burghausen

Die Preußen spielten ohne ihre zuletzt erfolgreichen Torjäger Kluft und Königs, was irgendwie den Eindruck erweckte, als rechne der Trainer sich hier eh nichts aus und schone die Spieler für das wichtige Heimspiel gegen Saarbrücken. Außerdem gab Dominique Ndjeng sein Comeback nach elf Monaten Verletzungspause. Diese Elf legt aber gut los, hatte auch einige gute Chancen, vergab diese aber preußentypisch. In unserer Tribünenecke tat sich ein kleiner Supportblock auf, denn schräg hinter uns hatten sich einige männliche Preußenfans zusammengetan und hauten einen Fangesang nach dem anderen raus. Das merkte übrigens auch die Polizei und stellte mal einige Leute hinten an die Wand zum Aufpassen (aber vielleicht wollten sie die auch nur aus dem Regen holen). Gleich links neben uns saß eine Horde Kinder vom SV Kay (ein Ort da in der Nähe), die sogar auch den einen oder anderen Song von den Preußenfans abbekamen („Steht auf, wenn ihr Kayer seid“), sich aber trotzdem für den SV Wacker einsetzten. Vor uns saßen zwei ältere Damen, die ernsthaft überrascht waren, daß so viele Leute so weit gefahren waren für ein Fußballspiel. Nebenbei gab es den einen oder aderen „Preußen“-„Münster“-Wechselgesang zwischen unserem Block und der Südhälfte des Gästeblocks.

Alles in allem herrschte also wirklich gute Laune, die erst durch das 1:0 für die Gastgeber etwas gedämpft wurde. Es war mal wieder eine Standardsituation, ein Eckstoß in diesem Fall, den Aupperle am kurzen Pfosten direkt einnickte. In der Folge hatte Wacker natürlich Oberwasser, wobei das Spiel insgesamt durchaus ausgeglichen war. Wir hatten frühzeitig Dennis Grote als Schwachstelle ausgemacht, mein Nachbar auch Benjamin Siegert, und im Endeffekt wurden auch beide ausgewechselt. Doch auch Kluft und Königs schafften kein Tor mehr, so daß Preußen ohne Punkte die Heimreise antreten mußte. Die Burghausener Fans waren derweil sehr glücklich, weil ihre direkte Konkurrenz verloren hatte: Regensburg gegen Offenbach und Chemnitz in Bielefeld. Nun, ich verließ das Stadion, wanderte noch ein wenig in Burghausen herum und kehrte dann schließlich wieder bei meiner Gastgeberin ein, die ähnlich müde war wie ich, so daß wir noch eine Weile quatschten und uns dann früh in unsere jeweiligen Betten zurückzogen.

So war mein achtes Auswärtsspiel dieser Saison vorbei, und am nächsten Tag stand dann ja die lange Reise nach Münster an. Die Preußen fuhren wohl gleich mit dem Bus zurück und erreichten Münster am frühen Donnerstagmorgen, aber darauf hätte ich dann doch keine Lust gehabt.

Reisewoche 2 – Burghausen

Da in diesen Tagen Bauarbeiten an einigen Strecken stattfanden (oder noch stattfinden), war die Fahrt nach Burghausen gar nicht so einfach. Normalerweise dauert das wohl knapp zwei Stunden, mit einmaligem Umstieg. Derzeit – nicht. Ich bin zuerst mit dem Regionalexpress nach Landshut gefahren und dort (mit knapper Umsteigezeit) in die Regionalbahn Richtung Salzburg gestiegen. Die fing sich zwischendurch einige Minuten Verspätung ein („Wir warten auf den verspäteten Gegenzug“), was meinen Anschluß inMühldorf gefährdete, aber als mittlerweile erfahrener Bahnfahrer weiß ich, was zu tun ist: Ich bin durch en Zug gewandert und habe den Zugbegleiter („Schaffner“) gesucht – und gefunden. Als ich ihm mein Anliegen vortrug, sagte er sofort, das sei kein Problem, er werde anrufen und dafür sorgen, daß das hinhaut. Ich ging zurück an meinen Platz und entdeckte dann einen Preußenfan, mit dem ich dann den Rest der Reise verbrachte. Der Anschluß in Mühldorf klappte problemlos, so daß ich pünktlich um 16:16 Burghausen erreichte und mich erstmal auf den Weg zu meiner Bleibe machte (nämlich einer ortsansässigen Couchsurferin).

Ich wurde freundlich empfangen, habe aber nur kurz abgelegt, weil mir meine Gastgeberin dann doch erstmal die Stadt gezeigt hat. Es regnete zwar, aber Regenschirme hatte sie genug. Wir sind mit dem Auto rüber zur Altstadt und haben uns diese erst einmal  angeschaut. Die Altstadt liegt in Burghausen unten am Fluß, der Salzach, und auf der anderen Seite des Flusses ist dann auch schon Österreich.

Burghausen Altstadt

Burghausen Altstadt, von der Burg aus gesehen

Von dort unten haben wir dann den steilen Pfad herauf zur Burg genommen. Die Burg ist mit 1043 Metern die längste Burg Europas, und wir sind fast die gesamte Länge abgelaufen. Man kann von oben zu beiden Seiten herunterschauen und hat auf der einen Seite die Altstadt (und Österreich), auf der anderen Seite den Wöhrsee. Dabei ist zu beachten, daß die Burg eigentlich gar nicht so hoch oeben ist. Sie ist hoch über der Altstadt und dem See, aber die liegen jeweils in Senken, so daß von der Neustadt aus gesehen die Burg auf derselben Höhe liegt. Nun, wir waren dann gegen viertel vor sechs wieder zuhause, haben noch Nudeln gekocht, und dann bin ich um kurz nach halb zum Stadion aufgebrochen, denn im Endeffekt war ja der Auslöser für die ganze Tour das Spiel des SV Wacker gegen meine lieben Preußen).

Weiter gehts in Teil 3.

Auf gehts, mal wieder

Nur noch wenige Minuten habe ich, also schreibe ich schnell noch einen Blogeintrag. Die heutige Zugfahrt schlägt die Fahrt nach regensburg, wenn auch nicht viel – es geht nach München. Eurobahn bis Düsseldorf, von dort mit dem ICE durch bis München. Damit ich mich unterwegs nicht langweile, habe ich mir Arbeit eingepackt. Im Fernzug habe ich immer Ruhe und kann ganz locker Klausuren korrigieren, ohne Ablenkung – herrlich.

Ich reise wieder leicht, nur den Rucksack vollgepackt, und morgen geht es weiter nach Burghausen. Am Donnerstag werde ich dann nach Münster fahren, am Freitag folgt ein kleiner Ausflug nach Bremen, und spätestens am Samstag bin ich wieder zuhause. Schon ist die Woche verplant – und wie viel ich online sein werde, weiß ich auch noch nicht. Es könnte also durchaus sein, daß hier vor Samstag kein Artikel mehr erscheint.

Aber dann gehts weiter. Und ich muß jetzt zum Zug. Signing off.

Februar, und es ist Winter

Und wieder ist eine Woche des Jahres 2012 rum, und wieder schreibe ich einen längeren Blogeintrag. Heute: Winter, große Pläne, und ein Stapel CDs. Über die CDs habe ich mich ja schon in meinen kleineren Beiträgen ausgelassen, und ich bin immer noch der Meinung, daß es ein bißchen verrückt ist, soviel Geld für ein bißchen Musik auszugeben, aber so ist das eben, wenn man sich für etwas wirklich begeistert. Und dann hilft es natürlich, daß ich für meine Arbeit ganz ordentlich Geld bekomme – zu Studentenzeiten hätte ich keine Chance gehabt. Es wird noch ein Weilchen dauern, bis alles hier ist, immerhin werden die beiden Film-CDs aus UK verschickt, die Ron-Jones-Box sogar aus den USA. Aber wenn sie da sind wird es natürlich hier zu lesen sein.

Große Pläne betreffen vor allem Burghausen und Breslau, die beiden großen „B“s für mich in diesem Jahr. Über Burghausen schrub ich ja bereits kurz am Montag, und wenn ich den Burghausen-Plan mit meinen Überlegungen zur Bahncard kombiniere, wird das ganze immer besser. Das Spiel in Burghausen ist ja noch gar nicht fest terminiert, kann am Dienstag oder am Mittwoch stattfinden, so daß es schwierig ist, das mit den Sparpreisen der Bahn vorauszuplanen. Nehme ich die Bahncard 50, pfeife ich auf Sparpreise und fahre so runter, wie es kurzfristig paßt, und werde das ganze wohl dann mit zwei Tagen München kombinieren. Gleichzeitig verbilligt mir die Bahncard auch die Fahrt nach Breslau, die ich im Sommer plane (beziehungsweise die Rückfahrt, denn hin möchte ich ja mit dem Fahrrad). Und so fügt sich alles so langsam zu einem großen ganzen zusammen.

Das dritte Thema des Tages (also der Woche) ist der Wintereinbruch, der Deutschland Anfang der Woche heimgesucht hat. Ich freue mich ja darüber. Kälte macht mir nichts aus, denn es gibt ja geeignete Kleidung, um sich dagegen zu schützen. Ich habe am Dienstag sogar eine Radtour gemacht, in meinen guten Winterfahrradklamotten, in denen man einfach nicht friert, wenn man sich ein bißchen bewegt (alles vom Albrecht-Diskont). Und da kaum Schnee gefallen ist, kann man auch weiterhin gut radfahren. Wobei, mir hätte ja eine richtige Ladung Schnee auch gefallen. So richtig tief. Aber ist eben nicht, also sehe ich es positiv und freue mich über freie Straßen. Unerschütterlicher Optimist eben 🙂

Tja, jetzt sitze ich hier und warte auf mein Abendessen, das ich mir heute mal liefern lasse, nachdem ich heute mittag im Netz einen Lieferdienst-Gutschein gefunden habe. Für 19 Uhr ist es bestellt, es könnte jeden moment klingeln. Mal sehen.

Und damit mache ich Schluß mit diesem Artikel, aber es könnte durchaus noch etwas Kleinkram folgen. Wenn mir danach ist.