Geschafft

So, die Kolumne ist fertig. Ist etwas launisch geworden, vielleicht kommt das vom Whisky. Aber das zu beurteilen, überlasse ich der Leserschaft morgen früh. Ich lasse die Kolumne jetzt noch ein bißchen liegen, lese gleich nochmal drüber, dann geht sie rüber zur Redaktion von westline. Und dann gehe ich wohl eher schlafen, als noch mehr zu schreiben. Muß auch mal reichen.

Übrigens habe ich keine Altersbeschränkung finden können. Ich werd sie mal in die About-Seite schreiben 🙂

Gute Nacht, Welt.

Wenns doof läuft, dann richtig

Auf gehts! Wieder eine Woche vorbei, wieder ist es Sonntag, wieder ein etwas längerer Eintrag hier. Thema heute: Regionalbahnen, und warum ich Nahverkehr immer noch doof finde. Grund für dieses Thema ist natürlich meine Erfahrung der letzten zwei Tage, den zur Abwechslung hat die Fahrt Breyell-Münster und zurück nicht reibungslos geklappt. Aber eins nach dem anderen.

Nach einer ruhigen und ziemlich eriegnislosen Schulwoche habe ich mich am Freitagnachmittag zum Breyeller Bahnhof aufgemacht, um den Zug Richtung Münster zu nehmen. Meist wähle ich die Verbindung über Düsseldorf (oder über Wuppertal), weil ich da nur einmal umsteigen muß. Dieses Mal hatte ich mich (aus Zeit- und Kostengrünen) für die Variante über Viersen und Duisburg entschieden. Ich wollte ja früh in MS sein, um in aller Ruhe den Bus zum Stadon nehmen zu können, denn um 19 Uhr war Anstoß beim Spiel des SCP gegen Werder Bremen II. Am Bahnhof erstmal Ernüchterung: Zwanzig Minuten Verspätung wurden durchgesagt (und erst jetzt fällt mir auf, wie ungewöhnlich es ist, daß es eine Durchsage gab…). Tja, nichts zu machen, da half nur Warten. Ich habe dann die Wartezeit genutzt, um mich am Automaten schon einmal zu informieren, welche Möglichkeiten ich jetzt hatte, denn den Anschlußzug in Viersen konnte ich so natürlich nicht mehr kriegen. Offenbar schien es aber am sinnvollsten zu sein, trotzdme in Viersen umzusteigen, einen Zug nach Duisburg zu nehmen und da weiterzusehen.

Nun, dank der enormen Verspätung durfte ich längere Zeit in Viersen rumhängen, bis der nächste Zug nach Duisburg kam. Der kam dann in DU so spät an, daß ich dort wiederum 25 Minuten Wartezeit hatte, um dann mit dem Regionalexpress nach Münster zu fahren. Der Regionalexpress war erstmal voll, und ich konnte mit meinem Koffer auch schlecht durch den Zug wandern, um einen Sitzplatz zu finden, also bin ich erst einmal stehengeblieben, bevor ich dann in Essen einen Sitzplatz ergattern konnte. Damit aber noch nicht genug. Kurz vor Gelsenkirchen ist irgendjemand in meinem Wagen zusammengebrochen, so daß wir in Gelsenkirchen am Hbf eine Vierstelstunde standen und auf den Notarzt warteten, der dnan im Endeffekt nicht gebraucht wurde, weil der Herr sich auch so erholte. Wir waren dann im Endeffekt um 19:02 in Münster, und so etwa zur 25. Minute war ich dann im Stadion. Immerhin hatte ich bis dahin nicht viel verpaßt, es stand 0:0, und leider blieb es so bis zum Ende des Spiels. Meine Füße waren bis dahin zu veritablen Eisklumpen geworden, das wurde erst durch den kurzen Fußweg zum Bus besser,

Am Bahnhof kamen wir natürlich gerade so an, daß ich den Nachtbus aufs Verbindungshaus nicht mehr bekommen habe. Ich mußte ja noch meine Habseligkeiten aus dem Schließfach holen, daher keine Chance. Statt eine halbe Stunde am Bahnhof zu warten, habe ich einfach ein Taxi genommen (für aufgerundete 7 Euro keine übermäßige Ausgabe) und konnte mich dann um etwa viertel nach neun endlich auf dem Haus zurücklehnen und mich einigen exzellenten Single Malts und Blended Whiskies widmen. Der Abend ging dann bis fünf Uhr morgens und enthielt nicht nur Whisky, sondern später im Keller auch Bier, Bierstreite, einen Zipfeltausch und die Gründungskneipe der Akademischen Ferialverbindung Bohemia-Caledonia, deren Gründungsmitglied und Farbenstrophenautor zu sein ich mich glücklich schätze.

Gegen neun Uhr erwachte ich aus meinem kurzen Schlummer und stellte für mich fest, daß ich zwar aus lauter Bequemlichkeit weiter liegenbleiben könnte, aber wohl nicht mehr schlafen würde, also bin ich aufgestanden, habe die Rolläden hochgezogen und habe ein bißchen Sonne getankt. Nach einer heißen Dusche habe ich dann si nach und nach meine Sachen gepackt und habe dann mittags erst einmal den Weg zu meinen Eltern angetreten. Die Busfahrt verlief ohne Probleme, die Zugfahrt ab dort nach Dortmund auch, aber dann wurde es schin problematischer. Der Regionalexpress nach Mönchengladbach fuhr erst einmal ohne Probleme los (naja, mit fünf Minuten Verspätung, aber das wäre noch gegangen), ich hatte auch einen anständigen Sitzplatz nahe der Tür, mit Gepäcknetz für Koffer und Trommel (die ich auch noch dabei hatte), aber in Duisburg füllte sich der Zug dann so richtig. Und zwar mit Schalkern, die auf dem Weg nach Gladbach waren. Plötzlich war der Zug rappelvoll, und ich sorgte mich ernsthaft, wie ich in Viersen da rauskommen sollte. Die Sorge erledigte sich insofern, daß durch die vielen Schalker an den nächsten Bahnhöfen alles länger dauerte, so daß wir in Viersen schon eine Viertelstunde Verspätung hatten und ich den Anschlußzug eh nicht mehr erwischt hätte. Ich bin dann bis Gladbach weitergefahren, denn ich hänge lieber eine halbe Stunde in Gladbach rum als eine Dreivierstelstunde in Viersen.

Auch in MG am Hbf war das Aussteigen nicht ganz einfach, weil der Zug spontan nicht am Hauptbahnhof Endstation machte, sondern die Fußballfans bis Rheydt weiterbrachte. ich habe es aber geschafft, kam dank unauffälliger Kleidung auch an der Polizeisperre vorbei und konnte um fünf vor halb sechs den Zug nach Hause nehmen. Insgesamt habe ich an diesem Wochenende etwas über sieben Stunden mit Zugfahrten verbracht, und alles im Nahverkehr. Gerade die Regionalbahnen (RB) sind ja schlimm, weil die wirklich überall zu halten scheinen und man dort erst lernt, wie viele Bahnhöfe es eigentlich zwischen Viersen und Duisburg gibt. Meine Fresse…

So, ist wieder schön lang geworden. Über den Rest der Woche gibt es, wie gesagt, nicht viel zu erzählen, also lasse ich das jetzt, mach mir Abendessen und gehe früh ins Bett. Die neue Woche beginnt morgen wieder mit einem Sieben-Stunden-Schultag, da will ich gut ausgeruht sein. Gute Nacht, Welt. KW7 wartet.