Die Reise nach Breslau: Tag 9

Donnerstag, 19. Juli: Mehr Hügel und ein Regenguß

Es hätte der erste Tag werden können, an dem ich gar nicht nass werde, aber es hat nicht sollen sein. Aber von vorne. Der Tag begann schwerfällig; ich fühlte mich, als wäre ich bis zwei Uhr an der Theke gewesen. Hmm…ja. Ich bin also losgeradelt, immer die Straße entlang bis über die Elbe, und bin dann dem linkselbischen Radweg gefolgt bis zum Blauen Wunder (das ist eine Brücke).

Elbtal

Das Elbtal – in der Bildmitte das „Blaue Wunder“

Dort bin ich dann links abgebogen Richtung Radeberg. Leider war da ein Berg, den ich mich hinaufarbeiten musste, und das passte mir nicht so wirklich. Ich erreicht die Spitze und schließlich auch Radeberg. Nun, ich war an der Brauerei, aber besichtigen konnte ich sie nicht, dafür braucht man eine Voranmeldung. Ich machte dann stattdessen Mittag im Hotel Kaiserhof, das mit „Brauereiausschank Radeberger“ wirbt. Ein Zwickel ließ ich mir wohl munden, dazu gab es Bierfleisch an Schmorkohl mit Semmelknödeln, und obwohl ich nur die kleine Portion gewählt hatte, war ich danach angenehm satt und machte mich nun auf nach Bautzen.

Landschaft

Landschaft – sorry, heute habe ich irgendwie wenig spannende Bilder gemacht.

Kurz hinter Radeberg geschah dann ein Malheur: Eine Speiche brach durch. Das allein wäre kein größeres Problem, aber die Speiche gleich daneben war schon an Tag 2 gebrochen, und seitdem hatte ich keine Fahrradwerkstatt mehr gesehen. Jetzt mühte ich mich weiter, zunächst Richtung Bischofswerda, und fand sogar eine Fahrradwerkstatt, aber der Mann war komplett ausgelastet bis morgen. Ich fuhr also weiter nach Bautzen, meinem Tagesziel.

Bautzen

Bautzen

Ich fuhr in Bautzen ein, und dann öffnete der Himmel seine Schleusen: Innerhalb von zehn Minuten kam der ganze Regen herunter, der die letzten zwei Tage nicht heruntergekommen war. Ich hatte noch Zeit, die Regenjacke anzuziehen, wurde schön nass und konnte mich dann in einen Torbogen retten, wo ich den schlimmsten Sturm abwarten konnte. Als der Regen nachließ, fuhr ich weiter zur Jugendherberge (also etwa eine Minute Weg), lud ab und ließ mir einen örtlichen Fahrradladen empfehlen. Der war dann mein nächstes Ziel. Die Jungs sagten mir zu, dass ich mein Rad morgen bei Ladenöffnung um zehn fertig repariert abholen könne, und ich ging zufrieden zur JH zurück, betrieb dann ein ausgiebiges Bautzen-Sightseeing und bin jetzt wieder in der JH. Und müde.

Jugendherberge Bautzen

Jugendherberge Bautzen

Ich möchte morgen noch die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis besuchen und dann weiterfahren nach Görlitz. Jawohl, morgen wird mein letzter Reisetag in Deutschland.
Und jetzt gehe ich schlafen. Gute Nacht.

Start: Dresden (10:00); Ende:  Bautzen (17:00)
Tagesstrecke: 72,63 km; Zeit: 4:25:16; Avg.Speed: 16,43  ; Max. Speed: 51,72

Voriger Teil: Tag 8 – Nächster Teil: Tag 10

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2 Kommentare zu “Die Reise nach Breslau: Tag 9

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