Die Reise nach Breslau: Tag 4

Samstag, 14.Juli: Kurzer Weg

Ich bin in Göttingen wieder im Regen losgefahren, mußte dann erstmal über einen Berg (wie so oft) und begab mich dann Richtung Duderstadt. Die Sonne kam schonmal raus, dafür mußte ich meine Streckenplanung ändern, weil ich wegen einer Kraftfahrstraße nicht weiterkonnte. Na toll. Okay, der neue Weg war simpel genug, und ich kam ohne Probleme in Duderstadt an. Dort findet an diesem Wochenende der Tag der Niedersachsen statt, also eine Großveranstaltung, die weite Kreise zieht, wie ich noch bemerken sollte.

Ein Dorf

Irgendein Dorf, dessen Namen ich nicht mehr weiß

Nun, ich erlebte Duderstadt im Trockenen, fuhr dann Richtung Südost und erreichte bald die ehemalige Zonengrenze. Dort erwischte mich der heftigste Regen des Tages, aber es gibt dort ein Buswartehäuschen, in dem ich den Regen aussitzen konnte. Dieses Buswartehäuschen ist nicht mehr in Gebrauch, sondern gehört zum Grenzlandmuseum Eichsfeld, denn dieses Wartehäuschen diente seit 1973 dem grenzüberschreitenden Buslinienverkehr. Steht alles auf einer Tafel drinnen, deswegen weiß ich es.

Das Buswartehäuschen

Das Buswartehäuschen und der schlimmste Regen des Tages

Nach dem Regen war es erst trübe, dann kam irgendwann die Sonne raus und blieb bis zum Abend (sie scheint jetzt, gegen halb neun, immer noch, aber dunkle Wolken ziehen wieder auf). Ich versuchte, den Ort Worbis zu erreichen, was gar nicht so einfach war, weil die Ortseinfahrt gesperrt ist (wegen Baustelle). Nun, als Fahrradfahrer kann man sich über so eine Baustelle drübermogeln, und so erreichte ich Worbis. Und in Worbis habe ich dann beschlossen, für die Nacht einzukehren.

Die Straße nach Worbis

Die Straße nach Worbis: Nagelneu und schön zu fahren

Das war schwieriger als gedacht, denn wegen des Niedersachsenstags ist weit um Duderstadt alles ausgebucht. Ich hatte aber Glück und habe ein Zimmer im Hotel des Templerordens „An der Uferpromenade“. Jawohl, Templerorden. Der Inhaber ist der Vorsitzende des Templerordens (oder zumindest der lokalen Variante oder so etwas). Er empfahl mir ein paar Restaurants fürs Abendessen, und ich habe im Endeffekt in der „Musselei“ gespiesen, wobei ich einfach mal komplett den Empfehlungen des dortigen Wirtes gefolgt bin: Krombacher Dunkel, Schnitzel mit Bratkartoffeln und Salat, lokaler Kräuterlikör. Lecker, einfach lecker. Und er Laden ist auch schön gemütlich. Ein Raum, und auch nur der Wirt, der kocht, zapft und bedient.

Zur Uferpromenade

Zur Uferpromenade: Die Hotel-Pension des Templerordens

Und jetzt sehe ich noch etwas fern und werde wohl irgendwann schlafen. Also, Gute Nacht.

Mir fällt gerade auf, dass meine Tagesstrecken immer kürzer und meine Durchschnittsgeschwindigkeiten immer geringer werden. Ich muß aufpassen, sonst stehe ich irgendwann nächste Woche und komme nicht mehr weg 🙂

Start: Göttingen (9:30); Ende: Worbis (16:15)
Tagesstrecke: 50,51 km; Zeit: 3:43:18; Avg. Speed: 13,57; Max. Speed: 47,22

Voriger Teil: Tag 3 – Nächster Teil: Tag 5

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2 Kommentare zu “Die Reise nach Breslau: Tag 4

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