Die Reise nach Breslau: Tag 2

Donnerstag, 12.Juli 2012: Regen und Sonne und viel Hin und Her

Regen hinter Paderborn

Der erste Regenschauer kam kurz hinter Paderborn. Die ersten Hügel auch.

Something I learned at the age of 31: Versuche keine Abkürzungen auf Nebenstraßen, sondern halte dich an die Hauptstraßen. Warum? Ich habe mich heute von den Anzeigern des Radroutennetzes NRW dazu verleiten lassen, auf Nebenpfaden einen Weg durchs Eggegebirge (und als ich das Schild „Eggegebirge“ gesehen habe, hatte ich schon ein komisches Gefühl) zu nehmen, und das war nicht gut. Ich kann keine Berge mit dem Rad. Vor allem nicht mit Gepäck. Ja, ich weiß, daß wohl noch schlimmere Hügel kommen, und ich weiß auch noch nicht, wie ich das schaffen soll. Ich werde kürzere Etappen machen müssen.

Tunnel im Eggegebirge

„Durch diese hohle Gasse muß er kommen“: Ein Tunnel im Eggegebirge – da bin ich wirklich durch!

Heute sind es am Ende auch 75 Kilometer geworden. Nach dem Trip durchs Eggegebirge war ich viel weiter südlich als geplant, so daß ich nicht mehr Kurs Höxter nahm, sondern versucht habe, nach Bad Karlshafen durchzukommen. Hat geklappt, war aber hart. Nebenbei wurde ich heute öfters vom Regen aufgehalten. Am Ende waren es einige leichte Kilometer an der Weser und der Diemel entlang, gefolgt von der Bergankunft in Helmarshausen. Und die Jugendherberge hatte dann noch ein Einzelzimmer für mich übrig, allerdings nichts zu essen. Ich bin also noch runter in den Ort und habe im Endeffekt Pommes Currywurst gewählt, im einzigen Lokal, das offen hatte. Was ein Dorf (das aber sonst ganz nett aussieht). Das Jägerschnitzel schien mir auch interessant, aber das wäre wohl zuviel geworden (von der Portionsgröße her).

Sonne an der Weser

Am Ende des Tages: Sonne an der Weser

Ärgerlicherweise ist heute eine Speiche gebrochen, was wohl darauf hinweist, dass ich zuviel Gewicht mitschleppe. Es lässt sich aber nichts mehr einsparen, und ich selbst werde zwar vermutlich leichter, aber so schnell und wesentlich auch nicht. Werde das mal mit dem nächsten Fahrradhandwerker besprechen, an dem ich vorbeikomme.

Ganz nett, aber langweilig

Helmarshausen: Ganz hübsch, aber langweilig – und wie ausgestorben 😦

So, ich bin müde und erschöpft, mir tun einige Muskeln weh, von deren Existenz ich noch gar nichts wußte, und morgen muß ich früh raus. Heute morgen in Paderborn bin ich erst um halb zwölf losgefahren, weil es vorher regnete – das wird hier nur beschränkt gehen. Also, bei schlechtem Wetter kann ich vermutlich noch ein Weilchen in der Cafeteria abhängen, aber das Zimmer soll bis 9:30 geräumt sein. Ich geh jetzt mal schlafen. Gute Nacht, Welt.

Start: Paderborn (11:30); Ende: Bad Karlshafen-Helmarshausen (18:15)
Tagesstrecke: 74,97 km; Zeit: 4:33:10 Avg. Speed: 16,46; Max. Speed: 48,92

Voriger Teil: Tag 1 – Nächster Teil: Tag 3

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2 Kommentare zu “Die Reise nach Breslau: Tag 2

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