Die Reise nach Breslau: Prolog

Warum macht man eigentlich eine Fahrradtour nach Breslau? Für mich gibt es mehrere Antworten auf diese Frage. Die Idee kam mir schon vor fast zwei Jahren, aber was genau der Auslöser war, weiß ich gar nicht genau. Es ist ja nicht so, dass ich Breslau nicht schon gesehen hätte. 2008 war ich bereits da, auf einem langen Wochenende mit fach- und ortskundiger Führung, insofern habe ich die touristisch interessanten Plätze alle schon gesehen. Es gibt wohl zwei Gründe, und die kann ich auch getrennt betrachten, denn es gibt gute Gründe für die lange Fahrradtour, und es gibt gute Gründe für das Ziel Breslau.

Ich habe zuletzt 2005 eine solche Tour gemacht, damals von Southampton nach Lüdinghausen; 770 Kilometer waren das, und ich habe gerade eine Woche gebraucht. Die Idee, wieder einmal eine solche Tour zu machen, soukte mir immer wieder eim Kopf herum, aber so richtig konkret wurde es nie. Dennoch ist es eine interessante Art, seinen Urlaub zu verbringen: Man sieht viel vom Land, man ist körperlich aktiv, und für mich als begeisterten Radfahrer ist das im Grunde der perfekte Urlaub.

Breslau als Ziel hat mehrere Gründe. Der erste Grund ist natürlich das, was mich seit Jahren mit Breslau verbindet: Der KStV Franko-Silesia-Breslau et Eresburg, die Verbindung, die zur Hälfte aus Breslau kommt und bei der ich die Silhouette des Breslauer Rathauses schon im ersten Semester an der Universität kennengelernt habe. Das war ja auch in gewisser Weise die Ursache, dass ich 2008 gerne mit den Zollern aus Karlsruhe nach Breslau geflogen bin. Und da ich auf jener Reise die Stadt Breslau zu schätzen lernte, kam mir irgendwann die Idee, noch einmal hinzufahren, und da die Entfernung ungefähr das war, was ich schon 2005 gefahren bin, schien mir Breslau ein gutes Ziel für eine lange Radtour zu sein.

Ich habe versucht, Mitfahrer zu finden, aber ohne Erfolg (ist auch nicht jedermanns Sache). Ich wollte schon 2011 fahren, aber da hatte ich kein Geld übrig (denn auch wenn Radfahren an sich billig ist, das Drumherum kostet schon ein bißchen). Dieses Jahr habe ich dann Ernst gemacht, mir gute Fahrradtaschen gekauft, eine grobe Route ausgewählt und bin dann eben einfach losgefahren.

Die ganze Tour begann im Grunde am Dienstag, dem 10. Juli 2012. An diesem Tag verließ ich mein haus und nahm zuerst einmal den Zug. Die Fahrt sollte ja von Münster starten, wo die FrS+Ebg! heute zuhause ist, und eben nach Breslau führen. Nach kurzem Zwischenstopp bei meinen Eltern fuhr ich die letzten 30 Kilometer nach Münster mit dem Rad, um abends noch am Semesterabschlußgottesdienst des KV in Münster teilzunehmen. Und am Mittwochmorgen begann dann die eigentliche Tour.

Da ich unterwegs nur hin unregelmäßig online war, kam ein paralleles Bloggen der Tour nicht in Frage. Dennoch sollte diese Tour wohl ins Blog, und ich werde das nun so machen, dass ich in den nächsten zwei Wochen jeden Tag einen weiteren Tag meines Reisetagebuchs veröffentliche, praktisch mit drei Wochen Verspätung. Ich starte also morgen mit dem Mittwoch, dem ersten Tag meiner Reise, und lege jeden Tag einen Reisetag nach. Die Einträge des Reisetagebuchs habe ich noch ein wenig überarbeitet und mit ein paar Bildern aufgemotzt, damit es auch etwas zu sehen gibt.

Ich wünsche also viel Spaß beim Lesen (wer immer das hier liest).

Nächster Teil: Tag 1

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Ein Kommentar zu “Die Reise nach Breslau: Prolog

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