Reisewoche 4 – Der lange Weg nach Hause

Wenn ich „nach Hause“ schreibe, meine ich in diesem Falle nicht Nettetal, sondern Münster, denn das wird wohl immer mein Zuhause im Herzen bleiben. Zunächst war ich aber noch in Burghausen, und am Morgen sah das Wetter viel besser aus. Meine Gastgeberin und ich (note to self: Referenz auf couchsurfing.org hinterlassen) sind dann noch den Hügel westlich der Neustadt rausmarschiert, um ein wenig den Ausblick und die Sonne zu genießen. Von oben konnte man die Burg sehen, und sogar die Berge in der Ferne. Die waren aber schwer aufs Foto zu kriegen, mit den Kirschblüten (ich glaube, es sind welche, aber widersprecht mir, wenn ich mich irre) ist mir das besser gelungen.

Kirschblüte in Burghausen

Ich bin im Endeffekt pünktlich in meinen Zug gestiegen und Rictung Mühldorf gefahren, dort umgestiegen in den Zug, tja, in den Zug, der eigentlich nach München fährt, an diesem Tag aber nicht. Wegen Bauarbeiten ging es nur bis Markt Schwaben und von dort weiter mit der S-Bahn. Die knappe Umsteigezeit hatte mich gesorgt, aber nachdem klar war, daß der Umstieg eben wegen der Bauarbeiten sicher klappt, konnte ich mich beruhigt zurücklehnen in diesem nagelneuen Regionalzug-Doppeldecker.

Ich bin dann aus der S-Bahn schon am Marienplatz ausgestiegen und habe mir München noch einmal bei schönem Wetter angeschaut, Zeit hatte ich ja. Ich war dann aber eine halbe Stunde vor der Zeit am Bahnhof; mein ICE stand schon, also bin ich schon eingestiegen; dazu mußte ich weit den Bahnsteig entlanglaufen, denn es waren praktisch zwei ICEs am Stück, von denen einer in Köln endete und der andere durchfuhr bis Dortmund. Nun, letzterer war meiner, ich suchte und fand meinen Platz und richtete mich ein. Dann konnte ich noch einem älteren Ehepaar helfen. Die beiden hatten so reservieren wollen, daß sie zwei gegenüberliegende Plätze am Tisch hatten, um bei einem Fahrtrichtungswechsel tauschen zu können (sie sagte, sie könne nicht rückwärts fahren); tatsächlich hatten sie zwei Plätze hintereinander (!) in derselben Richtung. Erstens konnte ich sie insofern beruhigen, daß vor Stuttgart kein Fahrtrichtungswechel stattfand (und weiter fuhren sie mit diesem Zug nicht), und zweitens wies ich sie darauf hin, daß gleich da vorn am Tisch nicht reservierte Plätze seien, die sie doch nehmen könnten. Zum Glück kenne ich mich ein bißchen auf (dank meiner vielen Reisen in den letzten Wochen und der DB-Seite auf Facebook).

Die Fahrt verlief völlig ereignislos. Das einzig besondere an der Fahrt war, daß es das erste Mal war, daß ich eine Zugfahrt vom Start- bis zum Endbahnhof eines Zuges mitgemacht habe. Der kleine Hüpfer von Dortmund bis Münster schien dagegen so kurz, daß ich kaum zum Auspacken meiner Lektüre kam. In Münster habe ich dann auf dem Haus ein wenig gelesen und auf Steve gewartet, der erst gegen halb zehn ankam. Wir stellten dann fest, daß nur noch zwei Flaschen Pils vorhanden waren, aber im Endeffekt war das auch ganz gut so. Wir mußten ja früh raus am Freitagmorgen, denn es sollte ja nach Bremen gehen. Aber das ist eine andere Geschichte und soll im nächsten Beitrag erzählt werden.

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