Eiskalt verwandelt

(Geschrieben am 31.03. im Zug)

Kalt war es in Regensburg, zumindest die meiste Zeit; kalt und windig. Ich bin mit dem Taxi zum Stadion gefahren, weil ich im Zug von Nürnberg nach Regensburg den Altbierpreußen traf und wir uns ein Taxi geteilt haben. Der Taxifahrer hat uns einfach mal zum Haupteingang des Stadions gefahren statt zum gewünschten Gästeeingang, und zwei Polizisten sagten uns auch gleich, daß wir falsch seien. Der Weg zum Gästeblock gehe dort drüben zwischen den Tankstellen durch, aber das sei jetzt sehr schwierig, weil wir dann an den Ultras vorbeimüßten. Sie haben uns trotzdem gehen lassen, und bis zum Eintreffen im Preußenblock haben wir auch keine Ultras gesehen. Was immer die „Ultras Regensburg“ für furchterregende Gestalten sein mögen, uns haben sie nicht belästigt. Prima.
Im Stadion war es erstmal kalt und windig, aber das sagte ich schon. Ich hatte mich ja einigermaßen warm angezogen, und auch der obligatorische Preußenschal tat seinen Teil, um die Kälte abzuhalten. Immerhin regnete es nicht. Das Spiel ging ganz munter los, Preußen hatte auch die eine oder andere Torchance, ebenso die Gastgeber, und das torlose Remis zur Pause war insgesamt gerecht. Weniger gerecht war, daß es zu diesem Zeitpunkt bereits nichts mehr zu Essen im Gästeblock gab. Das knappe Angebot von vorgefertigten Leberkässemmeln (lagen im Pappkarton) und einer Handvoll Schokoriegeln war frühzeitig erschöpft, und die Flüssignachrung ließ auch zu wünschen übrig: Helles Leichtbier aus der Pulle, umgeschüttet in Plastikbecher. Ich habe am Anfang eins getrunken, und obwohl der Geschmack ganz in Ordnung war, habe ich auf dann doch nur noch eine Apfelschorle getrunken.
Kurz nach dem Seitenwechsel ging Preußen plötzlich unerwartet in Führung. Unerwartet nicht wegen der Spielanteile, sondern weil der Treffer aus einer Ecke resultierte, die Marco Riemer per Kopf einnetzte. Die Ecken waren ja in letzter Zeit etwas besser geworden (also: hoch auf den Torwart statt halbhoch ins Getümmel), aber dass ein Tor herauskam, hatten wir länger nicht. In der Folge spielte Preußen munter auf, hatte mehrere Chanchen zum 2:0, und wir hatten schon ein gutes Gefühl, als Regensburg einen Freistoß direkt verwandelte und damit den Ausgleich erzielte.
Der Gegentreffer sorgte für einen Bruch im Spiel der Adlerträger, irgendwie lief von da an nichts mehr so richtig zusammen. Wir ärgerten uns natürlich über das Gegentor, asagten uns aber auch, daß ein Punkt hier ja auch okay sei. Leider wurde es nicht einmal der eine Punkt, denn der SSV Jahn machte auch noch kurz vor Schluß das 2:1. Autsch. Danach gab es noch einige bemühte Versuche der Preußen, die aber nichts einbrachten, so daß das Spiel mit dem Ergebnis von 2:1 zu Ende ging.
Zurück zum Bahnhof ging ich zu Fuß und traf sogar auf dem Weg einen weiteren Preußen, der sogar im selben Zug sitzt wie ich, aber der Zug ist wieder so voll, daß keine zwei Plätze nebeneinander zu ergattern waren. So sitze ich neben einem Unbekannten und habe Zeit ud Muße, wieder einen Blogeintrag zu verfassen. Damit genug für heute, den nächsten schreibe ich auf dem Rückweg von Gießen (und ja, veröffentlicht werden sie wohl alle erst Sonntag, aber was solls).
Signing off.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s