Endlich wieder Schule

Das war eine schöne Woche, so im Rückblick. Anstrengend, natürlich, ich war ja auch wieder arbeiten, aber es tut wirklich gut, wieder Schule zu haben. Das mag mancher jetzt komisch finden: „Wieso freut der sich über die Schule, wo er doch gerade Ferien hatte?“ Tja, ich mag es eben doch lieber, was zu tun zu haben, und davon gab es diese Woche ja genug.

Die mündlichen Prüfungen bei den Elfern sind jetzt auf Halbzeit (bzw. sogar ein bißchen mehr), und es läuft bisher ganz schön. Kein grober Unfug, gut vorbereitete Schüler, und ich glaube, den einen oder anderen habe ich in diesen Tagen das erste Mal wirklich Englisch sprechen gehört. Hoffentlich kriege ich im Unterricht demnächst mehr davon. Ich finde jedenfalls das Experiment „Mündliche Prüfung statt Klausur“ durchaus gelungen, auch wenn es organisatorisch ein ganz schöner Brocken ist. Wenn das in der Zukunft verpflichtend wird, werden wir um ganze Prüfungstage kaum drumherum kommen. Es wäre auch sinnvoll, mehr Zeit pro Prüfung einzuplanen. Es ist doch schade, wenn man die Prüflinge manchmal geradezu abwürgen muß, um noch ein bißchen Zeit für die schnelle Notenbesprechung zu haben, bevor die nächsten reinkommen; ich würde die Leute manchmal gerne weiterreden lassen. Nun, man kann nicht alles haben…

Ich habe ja in diesen Tagen den Luxus, keine Klausur oder Klassenarbeit korrigieren zu müssen, insofern ist das Leben recht entspannt. Entspannt genug, daß ich gestern beim Büttenabend der Molveren Dei nicht so früh nach hause bin, sondern bis nach Mitternacht dageblieben bin und einiges über den Breyeller Karneval gelernt habe. Ich hatte so richtig gute Laune gestern, weil die Karnevalszeit in den letzten zwei Jahren echt ein Highlight war und ich mehr davon vertragen könnte. Ich werde mich wohl in den nächsten Wochen orientieren und dann, wenn ich für mich feststelle, daß ich das hinkriege, demnächst sogar einer Karnevalsgesellschaft beitreten. Mal schauen. und bis dahin: Helau!

Ich wäre kein Preußenfans, wenn ich nicht an dieser Stelle meinen Senf zu den neuesten Entwicklungen beim SCP abgeben würde. Unser Erfolgstrainer Marc Fascher wird uns am Saisonende verlassen, da er seinen Vertrag nicht verlängert. Wirklich überraschend ist es ja nicht, nach dem Gehampel der letzten Wochen. Schade ist es auf den ersten Blick sicher; auf der anderen Seite wünsche ich jetzt dem Vorstand ganz viel Glück, damit die geschaffenen Tatsachen sich hinterher zum Besten auswirken. Ich wünsche mir, daß wir einen tollen neuen Trainer kriegen, der gute Ergebnisse und guten Fußball zu erzeugen vermag. Klar, Wunschdenken, aber man wird ja noch träumen dürfen – schließlich will ich die Preußen noch weiter oben sehen.

Heute habe ich meine neue Leeze das erste Mal richtig ausgefahren, nämlich nach Mönchengladbach-Wickrathsberg, wo CS-Rainer zum „Himmel un Ääd“-Essen geladen hatte. Lecker wars, reichlich auch, und dank des schönen Wetters war es eine Freude, am späten Vormittag die knapp über 27 Kilometer bis dahin unter den Sattel zu nehmen. Ich bin dann abends auch zurückgeradelt, zumal die Zugfahrt genauso lange dauert, wegen der langen Umsteigezeit am Gladbacher Hauptbahnhof. Und so habe ich jetzt heute insgesamt 55 Kilometer gefahren, mit einem Schnitt von knapp über 20 km/h, das ist schon ganz ordentlich. Ich freue mich schon auf die nächste Tour, wo immer sie hingeht.

Alles in allem also eine ereignisreiche Woche, und jetzt freue ich mich auf die nächste. Ich hoffe, es geht alles gut weiter. Gute Nacht.

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